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Warnung und Schutz der Bevölkerung

Bei einer Notstandssituation in einer kerntechnischen Anlage werden die Behörden die Bevölkerung in der Umgebung über verschiedene Kanäle benachrichtigen:

  • BE-Alert. Registrieren Sie sich auf BE-Alert, um per SMS, Telefon oder E-Mail benachrichtigt zu werden.
  • Sirenennetzwerk. Im Umkreis kerntechnischer Anlagen sind Sirenen aufgestellt, die in einer Notstandssituation Alarm schlagen (schriller Ton und/oder Lautsprecherdurchsagen). 
  • Radio und Fernsehen
  • Website des Krisenzentrums oder der Gemeinde
  • Soziale Medien (zB.@CrisiscenterBE)
  • Lautsprecherwagen der Polizei fahren durch die Straßen.
     

Schutzmaßnahmen

Bei einem nuklearen Unfall sind vier wichtige Schutzmaßnahmen zu beachten. Anhand spezifischer Ausrüstung und Fachkenntnis zur Ortung einer Kontamination teilen die Behörden die erforderlichen Schutzmaßnahmen mit:

  1.  Aufforderung zum Aufenthalt in geschlossenen Räumen. Die effektivste Methode, sich bei einem nuklearen Unfall zu schützen, ist der Aufenthalt in geschlossenen Räumen. Dadurch wird die direkte Exposition gegenüber einer radioaktiven Wolke oder bei Kontamination des Bodens reduziert. 
  2. Jodtabletten. Durch die Sättigung der Schilddrüse mit stabilem Jod kann kein radioaktives Jod mehr im Körper abgelagert werden.
  3. Evakuierung. Durch die Evakuierung der umliegenden Bevölkerung an einen Ort außerhalb der Einsatzzone hält man sie fern von den Zonen, in denen die Exposition oder das Risiko einer radiologischen Exposition unannehmbar sind. 
  4. Maßnahmen in Sachen Lebensmittelversorgung. Diese Maßnahmen können sowohl professionelle landwirtschaftliche Betriebe (zum Schutz von Vieh, Getreide, Obst und Gemüse) als auch Menschen mit eigenem Gemüsegarten betreffen. Sie dienen dazu, einer internen Kontamination durch den Verzehr eventuell kontaminierter Lebensmittel vorzubeugen.