Was tun die Behörden?

Die Föderale Nuklearkontrollbehörde (FNKB) kontrolliert in Zusammenarbeit mit Bel V und anderen anerkannten Einrichtungen die belgischen kerntechnischen Anlagen.
Seit 1991 gibt es in Belgien einen nationalen Noteinsatzplan für die Bewältigung nuklearer und radiologischer Unfälle.
Für die Anlagen in Doel, Tihange, Mol-Dessel, Borssele und Chooz werden diese Maßnahmen in einem Umkreis von 20 km vorbereitet. Für die Anlage von Fleurus ist ein Umkreis von 10 km ausreichend.
Der Noteinsatzplan für nukleare Risiken wird regelmäßig getestet. Dank dieser Tests haben die teilnehmenden Parteien die Möglichkeit, sich mit den Notfallverfahren vertraut zu machen. Zudem können eventuelle Verbesserungen an dem Noteinsatzplan vorgenommen werden.
Notstandssituationen werden auf kommunaler, provinzialer und föderaler Ebene koordiniert. Bei einer nuklearen Notstandssituation tritt der nationale Noteinsatzplan für nukleare und radiologische Risiken in Kraft.
Bei einer Notstandssituation in einer Kernkraftanlage kann die Bevölkerung über verschiedene Kanäle Informationen erhalten.
Führt ein schwerer Unfall in einer kerntechnischen Anlage zu einer Freisetzung von Radioaktivität, besteht das Risiko in der Kontamination der Umwelt und in der Exposition gegenüber einer (externen) Bestrahlung oder gar in einer (internen) Kontamination. Vor allem Letzteres ist auf jeden Fall zu vermeiden. Die Aufforderung zum Aufenthalt in geschlossenen Räumen ist hierbei eine wirkungsvolle Schutzmaßnahme.

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