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Radioaktivität & Exposition

Radioaktivität ist eigentlich ein natürliches Phänomen. Unser Körper ist täglich ionisierender Strahlung ausgesetzt, aus radioaktiven Stoffen in der Erde und aus der Atmosphäre

Die bekannteste Anwendung radioaktiver Stoffe ist vermutlich die Stromerzeugung in Kernkraftwerken. Aber auch in der Medizin und in der Industrie werden radioaktives Material und ionisierende Strahlung verwendet, z. B. bei der Strahlentherapie, der Therapie mit medizinischen Isotopen, der Sterilisierung von Lebensmitteln oder der Prüfung von Schweißnähten im Bausektor. Schließlich gibt es auch nukleare Forschungseinrichtungen. 

Bestrahlung und Kontamination

Die Wahrscheinlichkeit eines schweren Unfalls in einer kerntechnischen Anlage ist zwar klein, aber trotzdem real. Bei einem solchen Unfall kann Radioaktivität in die Luft, in Wasser oder in den Boden freigesetzt werden.

Radioaktivität kann man weder sehen, noch riechen, schmecken oder fühlen. Die Freisetzung von Radioaktivität kann also nur mit speziellen Messgeräten festgestellt werden.

Bei der Freisetzung von radioaktiven Stoffen besteht das Risiko einer Kontamination oder einer Bestrahlung:

  • Kontamination: bei Kontakt mit radioaktiven Stoffen
    • Intern: wenn die Stoffe in den Körper eingedrungen sind (über die Atemluft oder den Verzehr kontaminierter Lebensmittel)
    • Extern: wenn Haut, Haare oder Kleidung mit diesen Stoffen in Kontakt kommen
  • Bestrahlung: bei Strahlung radioaktiver Stoffe aus der Ferne (also ohne direkten Kontakt oder Körperkontakt)

Symptome

Spezifische Symptome einer Exposition (Erbrechen, Verbrennungen, starker Haarausfall usw.) treten nur nach einer massiven Exposition gegenüber radioaktiven Stoffen und nach einer bestimmten Zeitspanne auf (diese kann je nach Strahlendosis von einigen Minuten bis zu mehreren Wochen variieren). Eine derartige Exposition ist eigentlich nur bei den Arbeitern, die sich in der Anlage, in der sich der Unfall ereignet hat, befinden, und eventuell bei den Einsatzkräften zu erwarten.

Die Risiken für die Bevölkerung bei einem nuklearen Unfall sind hauptsächlich langfristiger Natur (Krebs und genetische Abweichungen). Das Risiko von Komplikationen - nicht jedoch die Schwere - steigt mit der Expositionsdosis.

Deshalb wachen Behörden und Betreiber kerntechnischer Anlagen täglich über die Sicherheit und arbeiten zusammen, um das Risiko eines nuklearen Unfalls auf ein Minimum zu beschränken. Sie führen u.a. strenge Kontrollen durch und bereiten Noteinsatzpläne und -verfahren vor, an die sie sich halten können, sollte sich doch einmal ein Störfall ereignen.

Zusätzliche Informationen

Was ist Radioaktivität? (FANK) (Auf Französisch und Niederländisch verfügbar)
Radioaktivität: immer und überall (SCK-CEN-SZK) (Auf Französisch, Niederländisch und Englisch verfügbar)